Projekt Ethnographische Datenarchivierung

Forschung in der Kultur- und Sozialanthropologie findet meist im engen persönlichen Kontakt mit den Beforschten statt. Die eigene Person und die eigene Biografie sind immer Teil dieses Prozesses. Ethnographische Forschung stellt hohe Ansprüche an methodische Kenntnisse, aber auch an Reziprozität, Reflexivität und Ethik. Aus diesen Gründen bringen die Archivierung und Nachnutzung von ethnographischen Daten große Herausforderungen pragmatischer, ethischer und rechtlicher Art mit sich – Herausforderungen, denen sich das Pilotprojekt stellt, um eine an die Eigenarten ethnographischer Forschung angepassten Archivierungsstrategie zu entwickeln.

Was wir machen:

  • Exemplarische technische Umsetzung der Digitalisierung audiovisueller Daten
  • Generierung der erforderlichen Kontext- und Metadaten unter Berücksichtigung von Best Practices
  • Erprobung von Strategien und Workflows zur Optimierung dieser Abläufe
  • Abklärung von rechtlichen und ethischen Fragen unter Rücksicht auf die Besonderheiten ethnographischer Daten und im Dialog mit den Forschenden
  • Mittelfristig Entwicklung eines umfassenden Forschungsdatenmanagements als Basis für das Einbringen der historischen, gegenwärtigen und zukünftigen ethno­graphischen Datenbestände des Instituts für Kultur- und Sozialanthropologie in ein digitales Repositorium mit internationaler Sichtbarkeit und Zugänglichkeit